03 November 2005

 

Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit ist für mich die Volkskrankheit Nummer 1 - und kaum einer merkt es! Wenn man sich mal umschaut, so sieht man schwarze Ringe unter vielen Augen. Erschreckt haben mich die Ringe unter den Augen der Schüler. Auch schon Grundschüler laufen mit Ringen unter den Augen rum die den olympischen alle Ehre machen würden.
Spielfilme, die mit Werbung bis 22:30 Uhr gestreckt werden, eine Kultur des spät schlafen gehen ein weitgehend verorenes Gefühl für Müdigkeit und Wachsein. Die Wissenschaft sprich von einem durchschnittlichen Schafbedürfnis bei Erwachsenen von 8 Stunden, bei Jugendlichen und Kindern kann der Bedarf je nach Alter und Entwicklungphase auf bis zu 10 Stunden anwachsen.
Doch wer schäft heute noch regelmäßig so lange?
Fernehen, die Pflege von zwischenmenschlichen Beziehungen und die Zeit, die man für Arbeit, Haushalt, Sport und Hobby aufwenden muss bzw. aufwendet verhindern dies immer wieder.
Die Folgen dieser Schlaflosigkeit sind erschreckend, sowohl für den Einzelnen, als auch für die Gesellschft.
Schlafmangel führt zu Konzentrationsmängeln, Unngeduld, Aggression und in extremen Fällen zu Wahrnehmungsfehlern.
Ich möchte nicht behaupten, das wir als Gesellschaft schon so weit sind, aus Schlafmangel Gespester zu sehen, aber eine steigende Aggressivität und sinkende Geduld mit Anderen ist meiner Meinung nach schon zu beobachten. Und bei den Amerikanern bin ich mir nicht so sicher, ob sie nicht schon die Grenze zur kollektiven Wahrnehmungsstörung überschritten haben.
Zunehmende Gewalt auf Schulhöfen und auf den Strassen hat sicher mehrere Ursachen.
Bei der Gewalt unter Kindern und Jugendlichen scheint mir die Meinung, die ich letztens gehört habe nicht ganz weit her geholt: Eine Pädagogin meinte, dass in Filmen sowohl die Helden als auch die Schurken nur einen Weg benutzen, ihre Probleme zu lösen - Gewalt! Woher nehmen Kinder und Jugendliche ihre Vorbilder? Doch wohl auch aus den Filmen, die sie auf ihrem eigenen Fernseher im Kinderzimmer sehen. Auch so etwas, das mich erschreckt: Es ist bei vielen Familien normal, dass die Kinder einen Fernseher im Zimmer haben und auch in der Woche noch die 20:15 Uhr Filme bis zum Ende sehen...

Im Strassenverkehr sehe ich drei wesentliche Einflussfaktoren:
Heute fährt jeder Kleinwage mindestens 140 km/h schnell und die Grundgeschwindigkeit auf der Autobahn ist auf 120-130 km/h gestiegen. Auch die bessere Beschleunigung und das subjektiv geringere Geschwindigkeitesgefühl tragen dazu bei, dass es auf der Strasse gefährlicher geworden ist.
Auch ist es einfach so, dass sich mehr Autos auf den Strassen bewegen. O.k., auch die Zahl der Straßen ist gestiegen, doch sie reichen nicht aus.
Aber Schlafmangel sollte man nicht uterschätzen. Er macht ungeduldig, unaufmerksam, stört die Wahrnehmung, steigert die Aggressivität. Alles Dinge, die man weder im Strassenverkehr noch auf dem Schulhof haben möhcte. Und auch unsere Gesellschaft wäre ohne sie besser dran.
Daher wäre meiner Meinung nach eine gute Kampagne: Deutschand schläft mehr!

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